Die neue Leipziger Zeitung ist da: Wenn Leipziger/-innen träumen

René Loch, 20. Dezember 2019: Die letzte LZ des Jahres 2019 ist da. Während andere am Jahresende vor allem zurückblicken, wollen wir ein bisschen über die kommenden Herausforderungen nachdenken und von dem, was Wünschenswert ist, träumen. Wie schon in den Jahren zuvor, haben wir erneut zahlreiche Leipziger/-innen gebeten, uns ihre Träume mitzuteilen. Herausgekommen ist eine Mischung aus persönlichen Einblicken und Hoffnungen für die Gesellschaft als Ganzes.

Was in den Träumen immer wieder vorkommt: der Umgang mit der Klimakrise und der gesellschaftliche Zusammenhalt. Viele Träume eint zudem, im wahrsten Sinne ungeschminkt und mit unverstelltem Blick in die Zukunft zu sehen. Passend dazu auch unsere Seite 3, auf der Luise Mosig auf die Klimastreikwoche an den Leipziger Hochschulen zurückblickt.

Aber auch unsere eigenen Autor/-innen haben ein bisschen geträumt und nachgedacht. Unser Aufmacher sowie die Seiten 4 und 5 widmen sich dem Zustand des lokalen Journalismus‘. Letzter Auslöser für diese Überlegungen von Michael Freitag waren die Fliegerbombenfunde im Leipziger Norden, über die bei der LVZ vor allem hinter einer Paywall und auf der L-IZ zunächst gar nicht berichtet wurde.

Ein Thema von gegenseitiger Wert-Schätzung zwischen Leser/-innen und Machern von lokalen Medien, bei dem es also um uns alle in Leipzig, die Zukunft des Journalismus und der glaubwürdigen Informationen im Netz geht. Weshalb es hier unter dem Titel „Die LVZ und ihre Fliegerbombe“ auch für alle online nachlesbar ist.

Die LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 74, Ausgabe Dezember 2019. Zum Lesen klicken.

Auch Kolumnist David Gray hat nachgedacht – vor allem über die Situation in Großbritannien vor beziehungsweise nach der jüngsten Wahl, welche tatsächlich Boris Johnson gewann und nun auf den brutalstmöglichen Brexit aus ist. Nicht grundlos heißt es in der „Haltungsnote“ dieses Mal „Besuchen Sie Europa, so lange es noch steht!“

In der Bildung beschäftigt sich Marko Hofmann in dieser Ausgabe mit einer grundsätzlichen Frage: Kopfnoten oder schriftliche Bewertung? Was hat welche Vor- beziehungsweise Nachteile?

Auch vor Gericht ging es in den vergangen Wochen wieder hoch her und Lucas Böhme hat sich mal wieder in den Verhandlungssälen herumgetrieben. Was er fand: Frauke Petry muss sich erneut dem Richterspruch stellen und eine Oberstaatsanwältin, die sich einst eine Ruf als „Mafia-Jägerin erwarb“, sieht sich mit einer hohen Geldstrafe konfrontiert. Für einen Leipziger hingegen endete „ein Tag für´n Arsch“ in einem Überfall auf einen Getränkeladen und einem Geständnis.

Wie gewohnt gibt es kompakte Nachrichten aus den letzten Ratsversammlungen des Jahres 2019, „Kurz und Bündig“ mit einem Überblick, was im Dezember wirklich wichtig war und auch im Weihnachtsmonat haben Tom Rodig (in der Dauerreflektion), Ilse Schnickenfittich hysterische Zeiten und Ulrike Gastmann einige Betrachtungen zu den musikalischen Ost-West-Beziehungen beobachtet.

Weniger lustig geht es in der Kamenzer Straße zu. Der Nazitreff soll endlich verschwinden und das „Ladenschlussbündnis“ ist mit diesem Anliegen nun auch an den Oberbürgermeister Leipzigs herangetreten.

In der Kultur wirft Frank Willberg einen Blick in eine Chronik zu 300 Jahren Musikverlag Breitkopf & Härtel und im Sport haben sich dieses Mal Jan Käfer und Marko Hofmann mit Bundesliga-Schiedsrichterinnen im Handball unterhalten, zeigen das Herz im Fußball, wenn sie von einer Spendenaktion erzählen und widmen sich – nicht ganz so ernst – den alltäglichen Gefahren, denen Fotografen am Spielfeldrand ausgesetzt sind.

Wir wünschen allen Leser/-innen eine schön Weihnachtszeit und hoffen, dass wir im nächsten Jahr über viele in Erfüllung gegangene Träume berichten können.

Die neue „Leipziger Zeitung“ (VÖ 20.12.2019) liegt an allen bekannten Verkaufsstellen aus. Besonders in den Szeneläden, die an den Verkäufen direkt beteiligt werden. Oder einfach abonnieren und direkt im Briefkasten vorfinden.

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